AT Fachverlag, Photonik 01/95, 02/95

Erster 1.3 Ám Faserlaser mit direkt aufgebrachten Laserspiegeln

Bei herkömmlichen Faserlasern werden für den Resonatorapparat üblicherweise massive Spiegel verwendet, wobei die aktive Faser stumpf auf diese Spiegel aufgesetzt wird. Dieser Aufbau bedingt hohe Koppelverluste zwischen Pumpquelle und Laserresonator. In der Forschunsgruppe Optronik der Hochschule für Technik und Wirtschaft Mittweida (Sachsen) wurde im Auftrag der FTZ Telekom Darmstadt ein Faserlaser bei 1.3 Ám entwickelt, bei dem durch ein spezielles Verfahren die Interferenzsysteme (HR-Spiegel und Auskoppler) direkt auf die Faserendflächen aufgebracht werden. Da Einkoppeloptiken mit mechanischen Verstellelementen nicht mehr benötigt werden, beträgt der Einkoppelwirkungsgrad des Pumplaserlichtes in die aktive Faser über 80%. Die bei O.I.B. Optische Interferenz Bauelemente GmbH hergestellten und auf die Faserenden aufgebrachten Schichtsysteme haben sich bei Leistungsdichten auf der Einkoppelseite bis 5 MW/cm² (Laserwellenlänge des Pumplasers: 1047 nm) ausgezeichnet bewährt. O.I.B.